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Lexikon


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A

ABC-Analyse siehe hier!

Abszisse: Bezeichnung für die “horizontale” Koordinate des kartesischen Koordinatensystems (x-Achse).

Abweichung (deviation, error):

Ist die Abweichung zwischen einem Merkmalswert und einem Bezugswert des Merkmals.

Ähnlichkeit und Distanz

Annahmeprüfung:

Qualitätsprüfung zur Feststellung, ob ein Produkt wie bereitgestellt oder geliefert annehmbar ist.

ANOVA: analysis of variance / Varianzanalyse, mehr dazu hier....!

Analysenprobe siehe Messprobe

Analytische Sensitivität (Empfindlichkeit) (analytical sensitivity):

Sie beschreibt die Fähigkeit einer Prüfmethode zwischen z. B. konzentrationsabhängigen Signalen zu differenzieren (Steigung einer Kalibrierfunktion).

Analytische Spezifität (analytical specifity):

Ist die Fähigkeit einer Prüfmethode, nur die gesuchte Substanz zu erfassen, wobei andere Bestandteile der Matrix das Prüfergebnis nicht beeinflussen.

Anti-Image-Kovarianz-Matrix:

Dient zur Eignungsprüfung einer Korrelationsmatrix in der Faktorenanalyse, mehr dazu hier!

arbitrary origin: willkürlicher Nullpunkt

Audit (Qualitästaudit):

Ein Qualitätsaudit, kurz Audit (lat. audire = (an)hören), ist eine systematische und objektive Untersuchung auf Erfüllung von Qualitätsanforderungen (siehe ISO 9000:2000 ff.).

Das Ziel eines Audits ist

  • die Qualitätsfähigkeit des Auditiertens zu bestätigen (Zertifikat)
  • und / oder frühzeitig Schwachstellen aufzuzeigen, um Maßnahmen zur Verbesserung zu ergreifen.

Es wird in 3 Auditarten unterschieden:

  1. Prozessaudit: Überprüfung der Zweckmäßigkeit und der Einhaltung von Prozessen
  2. Systemaudit: Überprüfung des QM-Systems oder von Teilen des QM-Systems
  3. Produktaudit: Überprüfung der Übereinstimmung von Produkten mit den festgelegten Qualitätsanforderungen

Und es wird auch danach unterschieden, wer das Audit durchführt:

  • Internes Audit: Managementwerkzeug der Unternehmensleitung zur internen Beurteilung und Aufrechterhaltung der Qualitätsfähigkeit.
  • Externes Audit: Beurteilung der Qualitätsfähigkeit eines Unternehmens durch eine unternehmensfremde Stelle.

Ausreissertest, siehe Extremwert

B

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Bartlett-Sphärentest findet Verwendung in der Eignungsprüfung der Korrelationsmatrix in der Faktorenanalyse.

Bartlett-Test auf Gleichheit mehrerer Varianzen bei gleichem oder unterschiedlichen Stichprobenumfängen.

Befragung siehe Primär- und Sekundärstatistik

Beobachtung siehe Primär- und Sekundärstatistik

Bestimmungsgrenze: siehe Nachweisgrenze

Bias:

Als Bias oder auch Verzerrung, wird der systematische Einfluss auf erhobene Daten genannt. Das bedeutet, dass die durchgeführten Schätzungen ein konstantes zu hohes oder zu niedriges Resultat zeigen. Ursachen dieser Verzerrung können sein:

      • Die entnommene Stichprobe aus der Grundgesamtheit ist nicht repräsentativ (Stichprobenumfang zu klein, eine bestimmter Bereich / bestimmte Gruppe wurde bevorzugt, ...)
         
      • Wenn in einer Befragung durch nicht optimal formulierte Fragen Antwortoptionen möglich sind, können dadurch Verzerrungen in den Antworten auftreten.
         
      • Wird die Datenerhebung mithilfe eines Messinstrumentes durchgeführt, kann dieses dejustiert sein und dadurch systematische verschobene Ergebnisse liefern.
         
      • Sind z. B. in einem medizinischem Experiment den Testpersonen oder den Beobachtern (Betreuern) bekannt, wer den Wirkstoff oder ein Placebo bekommen hat, kann dies als Verzerrung in das Ergebnis einfließen.
         
      • Werden in der Datenanalyse Daten/Beobachtungen ausgewählt, hat diese Vorgehensweise sicher einen Einfluss auf die Aussage / das Ergebnis. Unter Auswählen wird hier nicht das Aussortieren von ungültigen oder unsinnige Antworten einer Befragung gemeint! Ist eine Datenbereinigung notwendig, wird sie entsprechend dokumentiert! Siehe auch Extremwert.

Binomialverteilung

Blindwert (siehe auch Richtigkeit)

Box-Plot als grafische Zusammenfassung der Quantile

C

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Charge: Begriffe zur Probenahme

Chemometrie:

Chemometrie ist der Teil der chemischen Disziplinen, der mathematische und statistische Methoden zur Auswahl optimaler Messverfahren, zur Plannung von Experimenten und zur Gewinnung maximaler Informationen bei der Analyse der erhaltenen Daten verwendet.

Chiquadrat-Test, -Test:

Der -Test ist ein Anpassungstest. Mit ihm lässt sich prüfen, ob die beobachtete Verteilung der vorgegebenen Verteilung entspricht. Mehr dazu hier...!

Clusteranalyse siehe Multivariate Analysenmethoden

Conjoint Measurement siehe Multivariate Analysenmethoden

cp- und cpk-Index:

Die Prozessfähigkeit wird neben weiteren, durch die Indices cp, process capability, und durch cpk, critical process capability, beschrieben. Mehr dazu und die Berechnung finden Sie hier....!

D

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Datenerhebung:

Sind die Daten zur statistischen Betrachtung schon vorhanden, wird von einer Erhebung gesprochen. Es werden folgende Erhebnungsarten unterschieden:

  • Primärstatistische Erhebung: Die Daten werden speziell zur Beantwortung einer aktuellen Fragestellung erhoben, z. B. politische Umfragen.
  • Sekundärstatistische Erhebung: Bereits vorhandene Originaldaten aus z. B. Datenbanken weren zur Auswertung herangezogen.
  • Tertiärstatistische Erhebung: Diese Daten stehen nur noch in transformierter Form, z. B. als Mittelwerte, zur Verfügung.

Diskriminanzanalyse siehe Multivariate Analysenmethoden oder hier...!

Deskriptive Statistik:

Beschreibende Statistik durch graphische Aufbereitung und Komprimierung (z. B. Mittelwert und Streuung) von Daten (sehe auch explorative und induktive Statistik).

Dispersionsmaße:

Maße, die die Variabilität der Verteilung kennzeichnen, wie z. B. Standardabweichung oder Spannweite.

Distanz und Ähnlichkeit

E

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e (Euler’sche Zahl):

Der Grenzwert der Funktion ...

... ist die e-Zahl, oder auch nach Leonhard Euler Euler’sche Zahl genannt. Die e-Zahl ist häufig die Basis für Wachstumsprozesse in der Natur und wird deswegen als natürliche Basis bezeichnet. Als Beispiel sei hier das Bakterienwachstum genannt:

Eichen (verification):

Das Eichen eines Messgerätes umfasst die von der zuständigen Eichbehörde nach den Eich- vorschriften vorzunehmenden Prüfungen und die Stempelung. (DIN 1319 Teil1)

Eingangsprüfung (receiving inspection):

Annahmeprüfung an einem zugelieferten Produkt durch den Abnehmer.

Emperie (empirical):

Die Empirie (griechisch embiría - die Erfahrung) stellt im wissenschaftlichen Sinne eine auf methodischem Weg (Induktion, Analogie, Beobachtung und Versuche) gewonnene Erfahrung dar. Hier wird z. B. unter empirische Verteilung eine Verteilung verstanden, die beobachtete oder durch Versuche gewonnenen Daten basiert.

Endprüfung (final inspection):

Letzte der Qualitätsprüfungen vor Übergabe der Einheit (Lot, Charge) an den Abnehmer.

Ergebnisabweichung (error of result):

Unterschied zwischen einem Merkmalswert und dem Bezugswert, wobei dieser je nach Festlegung oder Vereinbarung der wahre, der richtige oder der Erwartungswert sein kann.          (Siehe Genauigkeit und Wahrer Wert)

Ergebnisraum: (Stichprobenraum, Wertebereich eines Merkmals)

Ein Ergebnisraum stellt die Anzahl möglicher Zufallsergebnisse dar (siehe auch Merkmal und Zufallsvariable).
Für einen Würfel beträgt im Allgemeinen der Ergebnisraum E = {1, 2, ..., 6}und für den Wurf einer Münze beträgt E = {Wappen, Zahl}.
Teilmengen aus z. B. dem “Würfel”-Ergebnisraum heißen Ereignisse, z. B.

Ereignisse ET = {1, 2, 3}

und einelementige Teilmengen werden als Elementarereignis, wie z. B.

Elementarereignis EE = {1}

bezeichnet.

Ergebnisunsicherheit (Messunsicherheit):

Geschätzter Betrag zur Kennzeichnung eines Wertebereichs, innerhalb dessen der Bezugswert liegt (siehe Vertrauensbereich für den Mittelwert und Wahrscheinlichkeit).

Erhebungsarten siehe Primär- und Sekundärstatistik

Ermittlungsergebnis (result of determination):

Durch die Anwendung eines Ermittlungsverfahrens (Prüfmethode) festgestellter Merkmalswert (Merkmalsergebnis).

Erstprüfung:

Erste in einer Folge von vorgesehenen oder zugelassenen Qualitätsprüfungen.

Erwartungswert (expectation):

Stellt praktisch den Mittelwert der Merkmalergebnisse, die durch “unablässiges” Wiederholen gewonnen wurden, dar.

Explorative Statistik:

Suche nach Strukturen und Besonderheiten in den Daten (siehe auch deskriptive und induktive Statistik).

Extremwert:

Bei einem Extremwert handelt es sich um auffällig hohe oder kleine Beobachtungen (Messwert...) einer Stichprobe. Hier stellt sich die Frage, ob derartige Beobachtungen als Ausreisser aus der Stichprobe gestrichen werden können. Diese Frage kann mit einem Ausreissertest beantwortet werden.

Experiment siehe Primär- und Sekundärstatistik

F

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Faktorenanalyse siehe Multivariate Analysenmethoden

Faktorielles Desgin ist ein Begriff aus der Varianzanalyse (ANOVA).

Fehler (nonconformance):

Nichterfüllung vorgegebener Forderungen durch ein Merkmalswert. Die Verwendbarkeit ist durch einen Fehler nicht notwendigerweise beeinträchtigt.

Fehlerklassifizerung (classification of...): Einstufung möglicher Fehler einer Einheit in Fehlerklassen nach einer Bewertung, die an die Fehlerfolgen ausgerichtet ist.

Kritischer Fehler (critical ...): Fehler, von dem anzunehmen oder bekannt ist, dass er gefährliche oder unsichere Situationen schafft; oder die Erfüllung der Funktion........ verhindert.

Hauptfehler (major...): Nicht kritischer Fehler, der voraussichtlich zu einem Ausfall führt oder die  Brauchbarkeit für den vorgesehenen Verwendungszweck wesentlich herabsetzt.

Nebenfehler (minor...): Fehler, der voraussichtlich die Brauchbarkeit für den vorgesehenen Verwendungszweck nicht wesentlich herabsetzt, oder den Gebrauch/Betrieb der Einheit nur geringfügig beinflusst.

Fehlerfortpflanzung:

Rechnen mit fehlerbehafteten Zahlen, siehe hier...!

Fehler 1. und 2. Art siehe hier!

Fertigungsprüfung :

Zwischenprüfung an einem in der Fertigung befindlichen materielen Produkt.

Fischgräten-Diagramm siehe hier!

FMEA:

FMEA steht für Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse. Mehr zum Thema finden Sie hier!

Formmaße:

Maße, die die Abweichung einer Verteilung von der Normalverteilung charakterisieren, wie z. B. Schiefe- und Wölbungsmaße (Momentkoeffizienten).

Freiheitsgrad (degrees of freedom, df):

Der Freiheitsgrad (df oder f) entspricht dem Stichprobenumfang n minus der Anzahl Parameter p die aus diesem Stichprobenumfang geschätzt wurden:

df = f = n - p

Der Begriff Freiheitsgrad wird an folgendem Beispiel dargelegt. Dazu gehen wir davon aus, das uns  5 Zahlen vorliegen, deren Summe 25 beträgt und der Mittelwert 5 entspricht.
Basierend auf dieser Annahme können wir nun in der folgenden Tabelle 5 Zahlen, die positiv oder negativ sein können, aber - wie erwähnt - als Summe nur 25 ergeben dürfen, eintragen. Starten wir einfach, völlig willkürlich, mit der Zahl 6 in der ersten Zeile:

1. Zahl

2. Zahl

3. Zahl

4. Zahl

5. Zahl

6

 

 

 

 

Auch ist es egal, welche Zahl als 2. Zahl eingetragen wird. Tragen wir einfach die 4 ein:

1. Zahl

2. Zahl

3. Zahl

4. Zahl

5. Zahl

6

4

 

 

 

Die 3. Zahl kann von uns auch willkürlich gewählt werden, hier die 7:

1. Zahl

2. Zahl

3. Zahl

4. Zahl

5. Zahl

6

4

7

 

 

Und ebenso die 4. Zahl, beispielsweise tragen wir hier eine 3 ein:

1. Zahl

2. Zahl

3. Zahl

4. Zahl

5. Zahl

6

4

7

3

 

Und nun kommen wir zur letzten Zahl! Hier haben wir keine Wahlfreiheit mehr! Um die Summe 25 und folglich einen Mittelwert 5 zu erhalten, müssen wir als letzte Zahl 5 eintragen:

1. Zahl

2. Zahl

3. Zahl

4. Zahl

5. Zahl

6

4

7

3

5

Für die Zahlen 1 bis 4 haben wir völlige Wahlfreiheit aber durch die Vorgabe des Mittelwerts 5 in diesem Beispiel, haben wir keine Wahlfreiheit für die 5. Ziffer mehr. In diesem Beispiel haben wir also nur 4 Freiheitsgerade!

G

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Genauigkeit (accuracy):

Die Genauigkeit ist die Bezeichnung für das Ausmaß der Annäherung von Merkmals- ergebnissen an den Bezugswert, wobei dieser je nach Festlegung oder Vereinbarung der richtige oder ein festgelegter Wert sein kann.

Die Genauigkeit ist der Oberbegriff für Präzision und Richtigkeit.

Gesamtabweichung (total deviation, total error):

Ist die Differenz von Sollwert und Istwert und setzt sich zusammen aus systematischer und zufälliger Abweichung.

Gini-Koeffizient als Abweichungsmaß in der Lorenzkurve

Grenz-

Grenzbetrag (upper limit amount): Betrag für Mindestwert und Höchswert, die bis auf das Vorzeichen übereinstimmen.

Grenzabweichung (limiting deviation): Untere Grenzabweichung oder obere Grenzabweichung.

Untere Grenzabweichung (lower limiting deviation): Mindestwert minus Bezugswert, wobei der Bezugswert der Nennwert oder Sollwert ist.

Obere Grenzabweichung (upper limiting deviation): Höchstwert minus Bezugswert.

Griechisches Alphabet

Grundgesamtheit (Population):

Die Grundgesamtheit ist die Gesamtheit aller Merkmalsträger, oder anders ausgdrückt, ist die Menge aller statistischen Einheiten (Objekte, Elemente), über die eine Aussage getroffen werden soll.
Eine Grundgesamtheit kann endlich, unendlich oder hypothetisch sein. Die Grundgesamtheit muss z. B. nach folgenden Kriterien definiert werden:

      • Sachlich, was soll untersucht werden?
      • Räumlich, wo soll die Untersuchung durchgeführt werden?
      • Zeitraum, wann soll die Untersuchung stattfinden?

Wird eine Teilmenge der Grundgesamtheit betrachtet, also darauf beschränkt, wird von einer Teilgesamtheit (Teilpopulation) gesprochen.

Nehmen wir als Beispiel eine Befragung zum nächsten Bundeskanzler als Wahlergebnis der Wahl vom 27. September 2009. Die Befragung wird im gesamten Bundesgebiet (räumlich) in der 4. Wochen vor dem Wahltermin für den Zeitraum von einem Tag an 1008 zufällig ausgewählten Bundesbürger (sachlich, Stichprobe = Teilerhebung) durchgeführt. Das Ergebnis der Umfrage soll eine Aussage (Wahrscheinlichkeitsaussage) sein, wer nächster Bundeskanzler oder natürlich Bundeskanzlerin wird.
Über das Ergebnis dieser Teilerhebung wird auf das Wahlverhalten der Grundgesamtheit (die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik) geschlossen. Deswegen muss die Stichprobe repräsentativ sein. Nicht repräsentativ wäre sicher eine Teilerhebung in nur einem Bundesland. Siehe dazu auch Bias!

H

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Häufigkeit, kumuliert (Summenhäufigkeit) siehe hier!

Histogramm:

Über ein Histogramm lassen sich Häufigkeitsverteilungen grafisch darstellen. Wie ein Histogramm konstruiert wird, sehen Sie hier!

Hypergeometrische Verteilung

Hypothese, Null- und Alternativ-:

Durch ein statistisches Testverfahren soll die Nullhypothese H0, z. B. das die Schraubenlänge einer laufenden Produktion den Sollwert 50 mm erreicht, auf Annahme geprüft werden. Trifft dies nicht zu, d. h., die Schraubenlänge weicht signifikant vom Sollwert ab, muss die Alternativhypothese H1 angenommen werden.
Ein Fehler 1. Art tritt nun dann auf, wenn H0 verworfen wird, obwohl H0 wahr ist. Und der Fehler 2. Art tritt dann ein, wenn H0 beibehalten wird, obwohl H1 wahr ist.

I

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Induktive Statistik:

Versuch durch Einbindung der Stochastik über die erhobenen/ermittelten Daten hinaus allgemeine Schlußfolgerungen für umfassendere Grundgesamtheiten zu ziehen (schließende Statistik, siehe auch deskriptive und explorative Statistik).
Induktiv: Bezeichnet die Vorgehensweise in der Logik des Schließens “vom Besonderen auf das Allgemeine”.

Interquartilbereich (interquartilrange, IQR):

Der Interquartilbereich kann als Kennzahl für die Verteilung dienen, d. h., die Größe des Bereichs gibt Auskunft, wie weit die Verteilung auseinander gezogen ist.
Die Berechnung des Interquartilbereichs dQ erfolgt nach

dQ = Q3 - Q1

Der Interquartilbereich ist, da links von Q1 und rechts von Q3 die Werte nicht berücksichtigt werden, gegen Extremwerte (Ausreißer) stabil. Als Ausreißer-Kandidaten können Werte vermutet werden, die folgende Grenzen überschreiten:

Unterer Grenzwert = Q1 - 1,5 dQ

Oberer Grenzwert = Q3 + 1,5 dQ

(EN) ISO 9001:2000 ff, QM-System

(EN) ISO 19011, Leitfaden für das Auditieren von Qualitäts- und /oder Umweltmanagementsystemen

Istwert:

Momentanes Merkmalsergebnis, welches sich durch systematische und /oder zufällige Abweichungen vom wahren/richtigen Wert unterscheidet.

Intervalle:

Ein Intervall stellt eine zusammenhängende Teilmenge einer geordneten Menge dar. Das bedeutet, wenn 2 Objekte in der Teilmenge enthalten sind, sind auch die dazwischen liegenden Objekte in dieser Teilmenge enthalten.
Ein Intervall ist durch seine Intervallgrenzen eindeutig bestimmt. Ein Intervall heißt abgeschlossen, wenn es beide Grenzen enthält und offen, wenn es beide Grenzen nicht enthält. Als halboffen wird ein Intervall bezeichnet, wenn es eine Intervallgrenze beinhaltet:

  • Abgeschlossenes Intervall (geschlossen, kompakt):

    [1, 10] -> Das Intervall enthält auch die Zahl 1 und 10.
     
  • Offenes Intervall (beschränktes):

    (1, 10) -> Das Intervall enthält nicht die Zahlen 1 und 10, aber natürlich die Zahlen zwischen 1 und 10. Für die folgenden halboffenen Intervalle gilt dies analog.
     
  • Halboffenes (linksoffenes) Intervall:

    (1, 10] -> Das Intervall enthält nicht die Zahl 1 aber die Zahl 10.
     
  • Halboffenes (rechtsoffenes) Intervall:
     
  • [1, 10) -> Das Intervall enthält die Zahl 1 aber nicht die Zahl 10.

Um Verwechselungen mit dem Dezimalkomma zu vermeiden, werden oft folgende Schreibweisen genutzt:

      [1, 10] = [1; 10] = [1 | 10]

Ishikawa-Diagramm siehe hier!

J

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Justieren (adjustment):

Justieren bedeutet, ein Messgerät so einzustellen oder abzugleichen, dass die Messabweichungen möglichst klein werden oder dass die Beträge der Messabweichungen die Fehlergrenze nicht überschreiten. (DIN 1319 Teil 1)

K

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Kalibrieren (calibration):

Das Kalibrieren eines Systems ist die Ermittlung und Festlegung eines funktionalen Zusammenhangs zwischen einer zähl- bzw. messbaren Größe und einer bestimmenden Konzentration (Objekteigenschaft) aus Daten, die im allgemeinen mit zufälligen Abweichungen behaftet sind. (DIN 1319 Teil 1)

Kardinalzahlen sind Mengen, die als Repräsentanten von Mengen einer bestimmten Größe dienen (Anzahl, siehe auch Skalen).

Klassierung (Kategorisierung) von Merkmalsausprägungen siehe hier!

Kommunalitätsproblem als Aspekt der Faktorenanalyse siehe hier!

KMO-Kriterium, Kaiser-Meyer-Olkin-Kriterium

Eignungsprüfverfahren in der Faktorenanalyse, siehe hier!

Kolmogorov-Smirnov-Test (Kolgoroff-Smirnoff-Test) als Anpassungstest zur Prüfung auf Normalverteilung siehe hier!

Konfidenzbereich /-intervall (confidence interval): siehe Vertrauensbereich

Kontingenz- oder Kreuztabelle und Kontigenzanalyse, oder Übersicht der Multivariaten Analysenmethoden

Kontingenzkoeffizienten K*, Kontigenzanalyse, Stärke des Zusammenhangs...

Korrelation (correlation):

Allgemeine Bezeichung für den stochastischen Zusammenhang zwischen zwei oder mehreren Zufallsgrößen.

Im engeren Sinn wird mit “Korrelation” der lineare stochastischen Zusammenhang bezeichnet.

Über den t-Test für den Korrelationskoeffizienten, können Sie die Güte des vermuteten statistischen Zusammenhanges zwischen den Merkmalen prüfen. Nähres dazu hier!

Korrelationsmatrix, Inverse -, siehe hier!

Korrespondenzanalyse siehe Multivariate Analysenmethoden

Kreisprozess:

Um auf Fragestellungen Antworten (Resultate) zu finden, hilft der statistische Kreisprozess weiter. Auf Basis der Fragestellung werden die geplant Daten erhoben, Annahmen über das Modell gemacht, die Daten analysiert und interpretiert. Zeigen Fragestellung und Resultate keinen “inneren” Zusammenhang (Modell / Interpretation) müssen Anpassungen vorgenommen werden, bis dass Modell die Realität befriedigend abbildet.

L

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Laplace-Wahrscheinlichkeit siehe hier!

Lebensdaueruntersuchung:

Zum Thema Lebensdaueruntersuchung (Zuverlässigkeits-) siehe Weibullverteilung!

Lokalisationsmaße:

Maße für die mittlere Lage einer Verteilung, wie z. B. der Mittelwert.

Lorenzkurve als garphische Darstellung der relativen Merkmalkonzentration.

Los: Begriffe zur Probenahme

M

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Matrix (matrix):

Die Matrix ist die Gesamtheit der Bestandteile eines Materials und ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften und deren gegenseitigen Beinflussungen.

Median

Merkmal (characteristic):

Eigenschaft zum Erkennen oder zum Unterscheiden von Einheiten (Charge, Los, Untersuchung einer Grundgesamtheit).
Quantitativ:

  • Kontinuierliches oder stetiges Merkmal. D. b., es können alle Merkmalswerte, z. B. in einem Intervall, angenommen werden.
  • Diskretes Merkmal; diesem Merkmalstyp werden abzählbare Merkmalsausprägungen zugewiesen.
  • Quasi-stetige Merkmale; diskrete Ausprägung, die aber aufgrund ihrer feinen Abstufung wie stetige Merkmale behandelt werden können.

Qualitativ: Attributives oder beschreibendes Merkmal

Gruppierte oder klassierte Merkmale sind zusammengefasste Merkmalsausprägungen. Werden stetige Merkmale gruppiert, können sie als diskret angesehen werden.

Merkmalswert: (characteristic value, auch Prüfergebnis, siehe auch Qualität, Wertdefinitionen und Skalen)

Der Erscheinungsform des Merkmals zugeordneter Wert.

Wertebereich eines Merkmals:

Menge aller Merkmalswerte, die das betrachtete Merkmal annehmen kann.

Messprobe: (auch Analysenprobe)

Eine Messprobe ist diejenige Probe, deren Gehalt an einem zu bestimmenden Stoff unmittelbar gemessen werden kann. Sie wird aus der Laboratoriumsprobe durch Zusätze von Reagenzien, oder allgem. durch Bearbeitung, erhalten.

Methode, 8D-:

Die 8D-Methode beschreibt einen teamorientierten Problemlösungsprozess und legt eine Schrittfolge fest, die durchlaufen werden soll, wenn ein Problem mit unbekannter Ursache offensichtlich wird. Mehr hier....!

Mittelwert (mean)

Mittel, geometrisch:

Das geometrische Mittel wird berechnet, wenn die Merkmalswerte x relative Änderungen (Wachstum, Produktionssteigerungen, usw.) oder Zeiten, wie Wartezeiten, sind.
Die Verhältniszahl (relative Änderung) soll als Veränderung im jeweils gleichen zeitlichen Abstand gegeben sein.
Die Berechnung erfolgt nach:

Mittel, gewogen:

Der gewogene arithmetische Mittelwert wird im Bereich der Datenzusammenfassung dargestellt.

Mittel, harmonisch:

Das harmonische Mittel wird als Mittel für z. B. verschiedene Geschwindigkeiten auf unterschiedlichen Teilstrecken angegeben.
Die Berechnung erfolgt nach:

Über das harmonische Mittel lässt sich dann die mittlere Geschwindigkeit eines Fahrzeugs ausdrücken, das von A nach B fährt und für verschiedene Streckenabschnitte bestimmte Zeiten benötigt. Folgendes Beispiel zeigt die Berechnung des harmonischen Mittelwertes:

Strecke

Länge km

km/h

1

25

80

2

20

70

3

30

90

4

40

100

AB

115

 

Die Durchschnittsgeschwindigkeit für die Strecke von Punkt A nach Punkt B beträgt 86,4 km/h.

Mittelwert, Schwerpunkteigenschaft:

Für den arithmetischen Mittelwert gilt:

D. h., die Summe der Abweichung zwischen xi und ist Null. Diese Eigenschaft der Einzelwerte (Beobachtungen) wird als Schwerpunkteigenschaft interpretiert. Siehe auch hierzu Standardabweichung. Die Idee, die zur Standardabweichung führt, ist nun, die Summe der Abweichungen der Merkmalswerte vom Mittelwert als Streuungsmaß zu verwenden. Aufgrund der Schwerpunkteigenschaft (es müssen negative wie positive Differenzen vorliegen), wird die Differenz quadriert und somit erhalten alle Abweichungen ein positives Vorzeichen und können summiert werden. Je größer diese Summe ist, desto größer ist die Varianz.
Durch die Quadrierung der Abweichung von reagiert die Standardabweichung (Varianz) allerdings empfindlich auf Extremwerte.

Mittelwert-t-Test:

Mit diesem Test wird die Frage beantwortet, ob 2 Mittelwerte aus Datenreihen vom Umfang n1 und n2 unterschiedlich sind. D. h., entstammen beide Mittelwerte einer Grundgesamtheit oder nicht? Mehr dazu hier...!

Modus:

Der Modus xmod ist ein Lagemaß und zeigt die Ausprägung (Merkmalswert, Klasse) mit der größten Häufigkeit. Er ist eindeutig, wenn die Häufigkeitsverteilung ein eindeutiges Maximum besitzt. In einem Histogramm (Stab- oder Säulendiagramm) ist er die höchste Säule, die Klasse mit der höchsten Häufigkeit.

Moment siehe Potenzmomente

Multidimensionale Skalierung siehe Multivariate Analysenmethoden

Multiple lineare Regression siehe hier...!

Multivariate Daten:

n-dimensionale Daten, d. h. Daten, die aus Beobachtungen von n Merkmale bestehen (siehe auch univariate Daten).

Eine Übersicht über Multivariate Analysemethoden wird hier gegeben.

N

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Nachweisgrenze: (auch Bestimmungsgrenze)

Die Nachweisgrenze stellt den unteren Bereich des Arbeitsbereiches einer Prüfmethode dar (siehe auch Blindwert).
Im einfachsten Fall wird von der Regel ausgegangen, dass der Merkmalswert folgende Eigenschaft hat:

xi >= 3 sx

Wenn das Prüfergebnis (Merkmalswert, xi) wie im obigen Beispiel, 3 mal größer ist als die Standardabweichung sx, gilt das Ergebnis als gesichert nachgewiesen.
Liegt eine Kalibrierfunktion vor, wird anstatt sx die Standardwabweichung des Achsenabschnitts sa eingesetzt.

Der Messwert y gilt dann als sicher bestimmt, wenn

y >= a + 3sa

ist.
Bemerkung:
Dies sind sicher einfache Berechnungen und in der Literatur werden entsprechend komplexere dargelegt. Hier liegt der Vorteil in der Einfachheit und der mit 3s verknüpften hohen statistische Sicherheit.

Neuronale Netze siehe Multivariate Analysenmethoden

Normalverteilung:

Eine wichtige Verteilung in der Statistik ist die Normalverteilung. Und oft geht es um die Frage, ob die beobachteten Werte (z. B. Messwerte) einer Normalverteilung folgen oder nicht. Die Normalverteilung ist eine Dichtekurve, die symmetrisch, unimodal und glockenförmig ist. Diese Art von Dichtkurven, werden durch folgende Dichtfunktion beschrieben:

Form und Lage der Dichtekurve wird durch den Mittelwert und der Standardabweichung festgelegt. Der Mittelwert liegt im Zentrum der Verteilung (= Maximum der Verteilung) und die Dichtekurve ist um so schlanker, je kleiner die Standardabweichung ist.

Folgende Grafik zeigt die Normalverteilung in Abhängigkeit von der Standardabweichung s:
Sprung zu www.r-statistik.de

Da in obiger Dichtefunktion Mittelwert und Standardabweichung beliebige Werte annehmen können, existieren beliebig viele unterschiedliche Normalverteilungen. Obige Abbildung ist eine Beispiel für konstantem Mittelwert und 3 verschiedene Standardabweichungen.
Um Verteilungen besser vergleichen zu können, wird die Normalverteilung standardisiert um zur Standardnormalverteilung zu gelangen:

StandardnormalverteilungSprung zu www.r-statistik.de

Über diese Standardisierung lassen sich dann die wichtigen Quantile berechnen.

Siehe auch Verteilungen!

Normalverteilung siehe Student-Verteilung

Normalverteilung, Abweichung von

Abweichungen von der Normalverteilung lassen sich, neben der unter obigen Link beschriebenen Methoden, sehr schnell visuell abschätzen. Das kann mittels Histogramm oder über einen Quantil-Quantil-Plot (QQ-Plot) geschehen:

Abbildung QQ-PlotSprung zu www.r-statistik.de

Liegen wie im obigen Beispiel-Plot die Beobachtungen (z. B. Messwerte) auf oder ziemlich nahe an der Hilfslinie, kann von einer sehr guten Näherung an die Normalverteilung ausgegangen werden.

Normen:

EN ISO 9000:2000 ff (Systemnorm)

Normierung, siehe Z-Normierung

O

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Ordinalzahl ist eine Menge, die den Ordnungstyp einer wohlgeordneten Menge repräsentiert (Ordnungszahl, siehe auch Skalen).

Ordinate: Bezeichnung für die “vertikale” Koordinate des kartesischen Koordinatensystems (y-Achse).

P

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Panelerhebung:

Eine Panelerhebung ist eine Mehrfacherhebung, die sich auf eine repräsentative Teilauswahl (Panel) bezieht. Die Datenerhebung wird immer zum selben Untersuchungsgegenstand gemacht. Das heißt, es wird eine Mehrfacherhebung zu den selben Merkmalen zu verschiedenen Zeitpunkten mit der gleichen Teilauswahl (d. h. die selben Teilnehmer) durchgeführt.

Der Zweck der Panelerhebung ist, durch die periodische Erhebungen zeitliche Veränderungen sichtbar zu machen. Diese Methode stellt eine Zeitreihenuntersuchung auf Individualebene dar. Dadurch werden Längsschnittdaten erhalten, die als Grundlage für Prognosen zur Marktbeurteilung herangezogen werden können (Handel- / Verbraucherpanels).
Bei Panelerhebungen kommt den Teilnehmern eine besondere Bedeutung zu. Die Bedeutung fängt mit der Gewinnung der Teilnehmer, deren Ersatz bei Teilnehmerausfall und Ende noch nicht mit der Aufrechterhaltung der Teilnahmemotivation. Über einen langen Erhebungszeitraum kann es zu systematischen Verzerrungen kommen, welche dann besonders deutlich werden, wenn ausgefallene Teilnehmer durch neue ersetzt werden. Hier wird auch von Panelmortalität gesprochen. Auch kann es passieren, dass die Teilnehmer ihre Einstellung zum Untersuchungsobjekt ändern (Panleeffekte!)

Pareto-Anaylse:

Die Pareto-Analyse, dargestellt als Pareto-Diagramm, trennt das wenige Wichtige von dem vernachlässigbar Vielem. Synonym wird die Pareto-Analyse auch als ABC-Analyse bezeichnet, weil Einflussgrößen in Gruppen klassiert und in diesen kumuliert werden. Die wichtigsten Gruppen (A, B, C) repräsentieren oft einen beträchtlichen Anteil des Einflusses. Die folgende Abbildung  zeigt ein beispielhaftes Pareto-Diagramm als Ergebnis einer Pareto-Analyse.

Gruppe

Einfluss

A

50

B

20

C

10

D

3

E

3

F

2

G

2

Beispieldaten

Um über eine Pareto-Analyse ein Pareto-Diagramm zu erhalten, müssen Sie

  • das zu untersuchende Problem (Merkmal) festlegen,
  • die nötigen Daten erfassen,
  • die nötigen Kategorien festlegen, die Daten kategorisieren und kumulieren,
  • die Kategorien nach Häufigkeit in absteigender Reihenfolge, wie in Abb.  gezeigt, graphisch darstellen.

Benötigen Sie eine Kategorie „Sonstiges“ als Sammelkategorie, steht sie in der Grafik, unabhängig von der Größe, ganz rechts im Diagramm. Achten Sie auf die Größe dieser Kategorie! Ab einem gewissen Anteil sollten Sie über eine weitere Aufschlüsselung nach denken.
Das Pareto-Prinzip steht für die 80/20-Regel. Diese besagt, das etwa 80 % der Beeinflussung (der Probleme) durch nur 20 % der beteiligten Faktoren hervorgerufen wird.

    Primär- und Sekundärstatistik:

    Wurden die Daten für eine Untersuchung auf Basis von Erhebungen gesammelt, wird von Primärstatistiken (Field Research) gesprochen. Dabei werden folgende Beobachtungsarten unterschieden:

          • Beobachtung
            Das zu untersuchende Objekt wird nicht oder nur unwesentlich durch diese Art der Datensammlung beeinflusst. Es verbleibt sozusagen in seiner Umgebung. Eine unwesentliche Einflussnahme stellt das Nehmen einer Stichprobe dar.
             
          • Experiment
            Bei einem Experiment nimmt das zu untersuchende Objekt teil. Z. B. in der Medizin, wenn die Wirksamkeit eines neuen Medikamentes erprobt wird. Bei der Planung eines Experimentes können diverse Faktoren, in der Medizin z. B. das Alter des Probanden, berücksichtigt werden. Dadurch besteht ein gewisses Maß an Kontrolle.
             
          • Befragung
            Bei dieser Beobachtungsart, wird das Objekt, in diesem Falle Sie und ich, mit sorgfältig formulierten Fragen befragt. Die Fragen müssen so formuliert werden, dass keine oder geringe Verzerrung (Bias) auftreten kann. Die Fragenformulierung gestaltet sich dementsprechend aufwändig.

    Von Sekundärstatistiken wird gesprochen, wenn diese Daten nicht zum Zwecke einer statistischen Untersuchung erhoben wurden, sondern z. B. in der behördlichen Verwaltung oder durch eine wirtschaftliche Tätigkeit angefallen sind. Vertraute Beispiele dürften die Kfz-Zulassungszahlen bezogen auf die Automarken oder im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit, die Rohölpreisentwicklung. Die Daten zur Untersuchung sind also schon vorhanden.

    Poisson-Verteilung

    Population: siehe Grundgesamtheit

    Potenzmomente:

    Potenzmomente beschreiben die Abweichung von der Normalverteilung.

    Präzision (precision):

    Ist die Bezeichnung für das Ausmaß der gegenseitigen Annäherung voneinander unabhängiger Merkmalsergebnisse bei mehrfacher Anwendung einer festgelegten Prüfmethode.

    Die Präzision beschreibt den zufälligen Fehler (zufällige Abweichung, Varianz).

    Es wird unterschieden zwischen Wiederholpräzision und der Vergleichspräzision.

    Probenahme, Begriffe zur :

    Grafische Darstellung der Begriffe zur Probenahme

    Los (lot): Menge eines Produkts, die unter Bedingungen entstanden ist, die als einheitlich angesehen werden können. Bei dem Produkt kann es sich beispielsweise um Rohmaterial, um Halbzeug, oder um ein Endprodukt handeln. Unter welchen Umständen die als einheitlich angesehen werden können, lässt sich nicht allgemein angeben. Es kann ein Wechsel des eingesetzten Materials oder des Werkzeugs oder eine Unterbrechung des Herstellvorgangs zu anderen Bedingungen führen. Der Begriff für Los ist in bestimmten Branchen auch “ Charge” oder “Partie”.

    Losumfang (lot size): Anzahl der Einheiten im Los (z. B. 10000 Schrauben oder 5000kg einer chemischen Substanz).

    Prüflos (inspection lot): Los, das als zu beutreilende Gesamtheit einer Qualitätsprüfung unterzogen wird.

    Probe, Stichprobe (sample): Eine oder mehrere Einheiten, die aus der Grundgesamtheit (z. B. einer Charge oder Lieferung) oder aus Teilgesamtheiten entnommen werden.

    Stichprobenumfang (sample size): Anzahl der Einheiten in der Stichprobe.

    Einzelprobe (increment): Durch einmalige Entnahme aus einem Massengut entnommene Probe.

    Sammelprobe (bulk sample, gross sample): Probe, die durch Zusammenfassung von Einzelproben oder Teilproben ensteht.

    Teilprobe (divided sample): Probe, die durch ein Probeteilungsverfahren aus Einzel- oder Sammelproben gewonnen wird.

    Laboratoriumsprobe (laboratory sample): Probe, die als Ausgangsmaterial für die Untersuchung im Laboratorium dient (siehe Messprobe).

    Probennahme, Stichprobennahme (sampling): Entnahme einer Probe nach festgelegten Verfahren.

    Prozessfähigkeit:

    Was ist ein fähiger Prozess und wie wird dieser beschrieben? Siehe hier...!

    Prüfmethode, -verfahren, -anweisung (inspection instruction):

    Beschreibt die Durchführung zur Ermittlung der Merkmalswerte für Prüfmerkmale. Liegt eine Prüfspezifikation vor, ist sie die Grundlage für die Prüfmethode.

    Prüfspezifikation (inspection specification):

    Festlegung der Prüfmerkmale für die Qualitätsprüfung und gegebenenfalls der vorgegebenen Merkmalswerte sowie erforderlichenfalls der Prüfverfahren (-methode).

    p-value (p-Wert):

    Hypothesenentscheidung auf Basis des p-values in der Anwendung von Statistikprogrammen wie z. B. R siehe hier...!

    Q

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    QQ-Plot siehe hier!

    Qualität (quality):

    Ist die Gesamheit der Merkmale und Merkmalswerte, bzw. deren Ausprägung, eines Objektes (z. B. Produkt, Dienstleistung) bezüglich seiner Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen (nach DIN 58936 Teil 1)

    Qualitätsmerkmal (quality characteristic):

    Ist ein Merkmal, das die Qualität eines Objektes beschreibt. Es ist damit ein Element der Gesamtheit aller die Qualität eines Objektes charakterisierender Kennzeichen und Eigenschaften (nach DIN 58936 Teil 1).

    Qualitätsprüf-Zertifikat:

    Bescheinigung über das Ergebnis einer Qualitätsprüfung, das gegenüber dem Abnehmer oder Auftraggeber als Nachweis über die Qualität eines Produkts dient. Ein Zertifikat enthält Angaben über:

    • Aussteller des Qualitätsprüf-Zertifikats/Datum
    • Hersteller/Auftragnehmer (Lieferer)
    • Abnehmer/Auftraggeber/Besteller/Betreiber
    • Auftrags-/Bestell-Nummer
    • Liefergegenstand, Stückzahl usw.
    • Qualitätsforderungen
    • Prüfspezifikationen
    • Art des Qualitätsprüf-Zertifikats, z. B. “Herstellerzertifikat M nach DIN 55 350 Teil 18”
    • gegebenenfalls spezielle Qualitätsmerkmale
    • Prüfergebnisse

    Qualitätssicherung (quality assurance):

    Ist die Gesamtheit der Tätigkeiten des Qualitätsmanagements, der Qualitätsplanung, der Qualitätslenkung und der Qualitätsprüfung. Qualitätssicherung ist als integrierter Prozess in der Wertschöpfungskette zu verstehen.

    Qualitätsmanagement ist der Aspekt des Gesamtmanagements, der die Qualitätspolitik festlegt und zur Ausführung bringt (siehe QM-System).

    Qualitätsplanung bedeutet auswählen, klassifizieren und gewichten der Qualitätsmerkmale und konkretisieren der Qualitätsanforderung unter Berücksichtigung von Anspruch und Realisierungsmöglichkeiten.

    Qualitätslenkung bedeutet, Überwachung der Qualitätsmerkmale im Hinblick auf die gegebenen Forderungen sowie gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen.

    Qualitätsprüfung bedeutet festzustellen, inwieweit das Objekt die Qualitätsforderung erfüllt.

    (Nach DIN 55350 Teil 11 und DIN 58936 Teil 1)

    Qualitätssicherungssystem (quality control system):

    Ein Qualitätssicherungssystem beschreibt die festgelegte Organisation zur Durchführung der Qualitätssicherung.

    Quantile, Quartile:

    Ein Quantil oder Quartil ist ein Lokalisationsmaß einer stetigen Verteilung, bei dem die Wahrscheinlichkeit p für einen Wert <= p oder => 1-p ist.
    Der Median ist das 50%-Quantil, d. h., hier sind 50% der Werte <= dem Median und 50% der Werte => dem Median.
    Im Zusammenhang mit dem Median werden, wenn die Anzahl n der Werte >= 20 ist, oft die Quantile Q1, Q2 = Median und Q3 angegeben:

    Quantil

    Berechnung

    Beispiel mit n = 20

    Q1
    oder auch x0,25

    p = 0,25 (25%) mit n+1 gerundet

    21 * 0,25 = 5,25
    Q1 liegt an der Stelle des 5. Wertes.

    Q2 (Median)

     

     

    Q3
    oder auch x0,75

    p = 0,75 (75%) mit n+1 gerundet

    21 * 0,75 = 15,75
    Q3 liegt an der Stelle des 16. Wertes

    Ist die Verteilung annähernd symmetrisch zum Median, sind Q1 und Q3 gleich weit vom Median entfernt. Siehe auch QQ-Plot!

    R

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    Rechnen mit fehlerbehafteten Zahlen, Fehlerfortpflanzung:

    Um den Fehlerbereich für fehlerbehaftete Zahlen bei Anwendung der vier Grundrechenarten auftritt abzuschätzen, werden zwei parallele Rechnungen durchgeführt. Eine mit der unteren Fehlerschranke und eine mit der oberen Fehlerschranke. An folgenden Beispieldaten, wird die Auswirkung der Fehlerfortplanung gezeigt:

            50 +- 3        (Wertebereich von 47 bis 53)
            40 +- 2        (Wertebereich von 38 bis 42)

    Addition:

      Die Summe beider Zahlen liegt zwischen

            • 47 + 38 = 85
              und
            • 53 + 42 = 95.

      Der relative Fehler der Summe beträgt

        (95 - 85) / (95 + 85) = 10 / 180 = 0,0556 = 5,56 %.

    Subtraktion:

      Die Differenz wird überkreuz ermittelt:

            • 47 - 42 = 5
            • 53 - 38 = 15

      Der relative Fehler der Differenz beträgt

        (15 - 5) / (15 + 5) = 10 / 20 = 0,5 = 50 %.

    Multiplikation:

      Das Produkt liegt in den Grenzen von

            • 47 * 38 = 1786
              und
            • 53 * 42 = 2226.

      Der relative Fehler des Produktes liegt bei

        (1786 - 50 * 40) / 50 * 40 = (1786 - 2000) /2000 = -0,107 = - 11,7 %
        und
        (2226 - 50 * 40) / 50 * 40 = (2226 - 2000) / 2000 =  0,113 = 11,3 %.

    Division:

      Die Quotienten betragen (überkreuz)

              • 47 / 42 = 1,1191
                und
              • 53 / 38 = 1,3947.

      Der relatve Fehler beträgt dann

        (1,1191 - 50 / 40) / (50 / 40) = (1,1191 - 1,25) / 1,25 = -0,105 = -10,5 %
        und
        (1,3947 - 50 / 40) / (50 / 40) = (1,3947 - 1,25) / 1,25 = 0,116 = 11,6 %.

    Aus diesen Beispielen ist leicht ersichtlich, dass das Rechnen mit fehlerbehafteten Zahlen bezüglich der Subtraktion besonders kritisch zu betrachten ist.

    Referenzmaterial (reference material):

    Ein Referenzmaterial ist eine Substanz, deren Eigenschaft / Eigenschaften so genau festgelegt oder bekannt sind, dass sie zur Kalibrierung von Messgeräten und Kontrolle der Prüfmethode verwendet werden kann.

    Regelkarte:

    Qualitätsregelkarten sind Werkzeuge zur statistischen Prozesskontrolle, mehr dazu hier...!

    Regressionsanalyse siehe Korrelations- und Regressionsanalyse oder Multivariate Analysenmethoden

    Regression, logistische siehe Multivariate Analysenmethoden

    Relationen:

    Durch Relationen (relationale Operatoren) werden Beziehungen zwischen Zahlen dargestellt:

    Residuen:

    Als Residuen e wird die Abweichnung zwischen der Zielgröße y (Vorgabe einer Kalibrierung) und dem berechneten Wert der Zeilgröße yo = a + bx, bezeichnet:

    ei = yi - yoi

    Mit ihrer Hilfe können Aussagen über die Korrektheit des linearen Modells gemacht werden (siehe Korrelation). Ist das Modell korrekt, müssen sich die Werte von ei im gesamten Bereich von yoi ohne erkennbare Struktur um 0 sammeln.

    Richtiger Wert (conventional true value):

    Wert für Vergleichszwecke, dessen Abweichung vom wahren Wert für den Vergleichszweck als vernachlässigbar betrachtet wird.

    Richtigkeit (trueness, accuracy of the mean):

    Die Richtigkeit ist eine Bezeichnung für das Ausmaß der Annäherung des Mittelwertes der Merkmalergebnisse an den Bezugswert, wobei dieser je nach Festlegung oder Vereinbarung der richtige oder ein festgelegter Wert sein kann.

    Die Richtigkeit beschreibt den systematischen Fehler (systematische Abweichung).

    RPZ, Risikoprioritätszahl:

    Maßzahl einer FMEA, Fehlermöglichkeits- und Einflussanlayse (Failure Mode and Effects Analysis), mehr dazu hier!

    S

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    Schätzen:

    • Punktschätzung:
      Eine Punktschätzung ist das Schätzen eines Wertes für einen unbekannten Parameter auf Basis der vorliegenden Verteilung über eine Stichprobe. Der Schätzwert ist ist das Ergebnis (die Realisierung) dieser Punktschätzung des unbekannten Parameters. Es ist unbekannt, wie gut der Schätzwert dem wahren Parameter nahe kommt. Siehe hierzu auch das Gesetz der Großen Zahlen. Zur Abschätzung der Abweichung vom wahren Wert, wird die Punktschätzung durch die Intervallschätzung ergänzt.
      Einfache Beispiele der Punktschätzung ist die Berechnung des Mittelwertes (Schätzfunktion) und der Standardabweichung.
       
    • Intervallschätzung:
      In dem durch die Intervallschätzung geschätztem Intervall, soll der Parameter der Punktschätzung (der Schätzwert) mit einer bestimmten Vertrauenswahrscheinlichkeit enthalten sein. Dieses Intervall heißt Konfidenzintervall oder Vertrauensbereich. Ein Beispiel ist die Schätzung des Vertrauensbereich um den Mittelwert.
       

    Gewünschte Eigenschaften einer Schätzfunktion:

        • Erwartungstreue -> möglichst geringer systematischer Fehler
        • Effizienz -> möglichst geringe Varianz, auch bei kleinem Stichprobenumfang
        • Konsistent -> mit wachsendem Stichprobenumfang dem wahren unbekannten Parameter entgegen streben (konvergieren)
        • Suffizienz, Robust -> alle Informationen der Stichprobe nutzen und robust gegenüber Abweichungen (vom angenommenen Modell)

    Schiefe:

    Siehe Abweichung von der Normalverteilung.

    Schwerpunkteigenschaft des Mittelwerts

    Shapiro-Wilk-Test:

    Mit dem Shapiro-Wilk-Test wird die Hypothese geprüft, ob die Beobachtungen X normalverteilt sind. Dazu wird die Verteilung des Quotienten aus zwei Schätzungen der Varianz s2 betrachtet: das Quadrat einer kleinsten Fehlerquadratschätzung für die Steigung der Regressionsgraden im QQ-Plot und die Stichprobenvarianz. Liegt Normalverteilung vor, sollten beide Schätzung nahe zusammenliegen und der Quotient W sollte 1 oder nahe bei 1 liegen.

    ai ist eine vom Stichprobenumfang abhängige Konstante und kann entsprechenden Tabellen entnommen werden. Hier wird allerdings der Test unter Nutzung von R durchgeführt. Im folgenden Beispiel werden 100 normalverteilte Werte um den Mittwelwert 100, mit einer Standardaabweichung s = 0,5, erzeugt. Anschließend wird der Test über die Funktion shapiro.test() durchgeführt:

      x <- rnorm(100 , 100, 0.5)
      > shapiro.test(x)

             Shapiro-Wilk normality test

      data:  x
      W = 0.9904, p-value = 0.6942

    Der Quotient W liegt nahe bei 1 und der p-Wert (p-value) als Wahrscheinlichkeitaussage zum Zutreffen der Hypothese ist genügend groß. Weicht W deutlich von 1 ab und geht der p-Wert deutlich in Richtung 0 (z. B. < 0,05) ist von einer Abweichung von der Normalverteilung auszugehen.

    Signifikanzniveau: siehe Wahrscheinlichkeit

    Six Sigma, ein methodisches Vorgehen zur Prozessverbesserung, siehe hier...!

    Skalen:

    Spannweite (range) R:

    Ist die Differenz aus dem größten und dem kleinsten Merkmalswert: R = xmax - xmin

    Standardabweichung: siehe Statistik-Basis

    Statistik, Die drei Bereiche der -:

    Einen kleinen Überblick über die drei Statistikbereiche soll folgende Grafik geben:

    Sprung zur deskriptiven StatiskSprung zur induktiven StatiskSprung zur deskriptiven StatiskSprung zur explorativen StatiskSprung zur induktiven StatiskSprung zur explorativen Statisk

    Statistische Prozessüberwachung (statistical process control, SPC):

    Sie ist der Teil der Qualitätskontrolle / -lenkung, bei der statistische Verfahren zur Planung und Aus-/Bewertung eingesetzt werden (nach DIN 58936 Teil1, siehe auch Prozessfähigkeit und Regelkarten!).
    Natürlich ist die statistische Prozesskontrolle, wie häufig angenommen, nicht nur ein Qualitätsmanagementwerkzeug für den Produktionsbereich, sondern kann und sollte auf alle Geschäftsprozesse angewendet werden. Folgende Präsentation kann zur Motivation dienen: Statistical Quality Control SPC (OpenOffice - animiert) / Statistical Quality Control SPC (PDF)

    Sterbetafel:

    Zur Sterbetafel im Rahmen der Weibullverteilung geht es hier....!

    Stichprobe: siehe Probennahme

    Stichprobenraum: siehe Ergebnisraum

    Strukturgleichungsmodelle siehe Multivariate Analysenmethoden

    Stochastik: Teilgebiet der Mathematik, das sich mit zufälligen Ereignissen befasst (Wahrscheinlichkeitsrechnung).

    Student-Verteilung, t-Verteilung

    Summenhäufigkeit, kumulierte Häufigkeit:

    Über ein Histogramm können Sie einen visuellen Eindruck über die Verteilung Ihrer Beobachtungen gewinnen (siehe auch Skalen). Möchten Sie hingegen wissen, wie viele Beobachtungen unterhalb oder einschließlich einer bestimmten Grenze (Klasse) liegen, hilft die kumulierte Häufigkeit weiter. Zur Bildung der kumulierten Häufigkeiten werden die Beobachtungen beginnend mit der kleinsten Ausprägung in aufsteigender Reihenfolge aufaddiert (kumuliert).

    Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel:

     

    Beobachtungen ni

    n =

    1

    2

    3

    4

    5

    6

    7

    8

    9

    10

    Beobachtungen

    2

    5

    6

    11

    12

    5

    8

    4

    2

    1

    Kumul. Beob.

    2

    7

    13

    24

    36

    41

    49

    53

    55

    56

    Die kumulierte Summe für n = 4 setzte sich zusammen aus der Summe = n1+n2+n3+n4 = 2+5+6+11 = 24. D. h., bis einschließlich n4 liegen 24 Beobachtungen vor!

    Formaler lässt sich das als Summenhäufigkeits-Funktion ausdrücken:

    Grafisch lässt sich obige Tabelle wie rechts gezeigt darstellen.

    Die Grafik wurde mit dem Statistikprogramm R erstellt. Wenn Sie es nachstellen möchten, hier ein paar Zeile Code:

    > Häufigkeit <- c(2,5,6,11,12,5,8,4,2,1)
    > Häufigkeit_kumuliert <- cumsum(Häufigkeit)
    > Häufigkeit_kumuliert
     [1] 2  7 13 24 36 41 49 53 55 56
    > plot(cumsum(Häufigkeit), type = "s", tck = 1, lwd = 3, main = "Kumulierte Häufigkeit", xlab = "Beobachtung n", ylab = "Kumulierte Häufigkeit")

    www.r-statistik.de

    Systematische Abweichung (systematic deviation, systematic error):

    Siehe Richtigkeit.

    Systematische Abweichungen weisen bei definierter Vorgehensweise (z. B. gleiche Prüf- methode) gleiches Ausmaß und Vorzeichen auf. Bei quantitativen Merkmalswerten ist die systematische Abweichung, unter Berücksichtigung der vorangemachten Ausage, gleich der Differenz aus Erwartungswert und richtigem bzw. wahrem Wert.

     

    T

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    Test, Das Prinzip des -

    Welchem Prinzip ein statistischer Test folgen sollte, finden Sie hier!

    Toleranz (tolerance): Höchstwert minus Mindestwert und auch obere Grenzabweichung minus untere Grenzabweichung.

    Toleranzbereich (tolerance zone): Bereich zugelassener Werte zwischen Mindestwert und Höchstwert.

    Trendtest sihe hier!

    t-Test für

    ... Differenzen siehe hier!

    ... Sollwerte siehe hier!

    ... den Korrelationskoeffizient:

    Über den t-Test zur Prüfung der Korrelationskoeffizienten kann geprüft werden, ob ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen den Ausprägungen (Realisierungen) xi und yi der Merkmale X und Y besteht. Weiteres finden Sie hier!

    t-Verteilung siehe Student-Verteilung

    U

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    Unabhängige identische Wiederholung:

    Näheres finden Sie hier!

    Univariate Daten:

    Eindimensionale Daten, d. h. Daten, die aus Beobachtungen eines einzelnen Merkmals bestehen (siehe auch multivariate Daten).

    Ursache-Wirkungs-Diagramm: (Fischgräten- oder Ishikawa-Diagramm, K.Ishikawa 1915-1989)

    Durch ein Ursache-Wirkungs-Diagramm kann die Suche nach Fehlerursachen in einem Prozessablauf erleichtert werden. Es ist möglich, auf Basis dieses Diagramms auch komplexe Zusammenhänge zu visualisieren und dadurch zu analysieren. Dabei wird wie im folgenden Bild gezeigt, von den Ursachen, z. B. den 5 M`s, auf das Ereignis (Problem) geschlossen:

    V

    Zurück...

    Varianz: siehe Statistik-Basis

    Varianzanalyse siehe Multivariate Analysenmethoden

    Vergleichspräzision (reproducibility):

    Die Vergleichspräzision ist die Bezeichnung für das Ausmaß der gegenseitigen Annäherung der Merkmalswerte unter Vergleichsbedingungen.

    Vergleichsbedingungen:

    Bei der Gewinnung von unabhängigen Merkmalswerte gelten folgende Bedingungen: festgelegte Prüfmethode, identisches Objekt (Material), verschiedene Prüfer (Beobachter), eventuell verschiedener Prüfausstattung (Geräte) und verschiedene Orte (Labors).

    Verteilungen, Gipfeligkeiten von:

    Folgende Grafik zeigt mögliche Häufigkeitsverteilungen und deren Bezeichnungen:

    Verteilung, Zur Chi2-Verteilung- (Chi2-)

    Verteilung, Binomial-

    Verteilung, geometrische

    Verteilung, hypergeometrische

    Verteilung, Normal-, Student- (t-)

    Verteilung, Poisson-

    Verteilung , Weibull-

    Vertrauensbereich, Konfidenzbereich (confidence interval):

    Unter Vertrauensbereich wird ein aus Stichprobenwerten berechnetes, d. h. in der Lage und Breite zufälliges Intervall, das den wahren aber unbekannten Parameter mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit, der Vertrauenswahrscheinlichkeit, überdeckt (einschließt), verstanden. Die Grenzen des Intervalls werden Vertrauensgrenzen (confidence limits) genannt.

    Siehe Berechnung Vertrauensbereich für den Mittelwert

    Verzerrung siehe Bias

    W

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    Wahrer Wert (true value):

    Tatsächlicher Merkmalswert; ist in der Regel aber nur ein ideeller Wert, weil er sich praktisch nicht ermitteln lässt. Es können i. d. R. zu dessen Ermittlung nicht alle Faktoren, die zur Ergebnisabweichung beitragen, vermieden werden (nach DIN 55350 Teil12).

    Wahrscheinlichkeit:

    Die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsvariablen gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Werte der Zufallsvariablen angenommen werden. Diese Wahrscheinlichkeitsverteilung wird durch die Verteilungsfunktion eindeutig definiert:

    F(x) = P(X <= x)

    F(x) gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass die Zufallsvariable X einen Wert kleiner oder gleich x annimmt. Nimmt die Zufallsvariable x diskrete Werte an, wird von einer Wahrscheinlichkeitsfunktion (probability function, frequency function) gesprochen. Die Verteilungsfunktion wird durch Aufsummieren der Wahrscheinlichkeiten

    ermittelt. Für stetige Zufallsvariablen wird die Verteilungsfunktion durch Integration über die Wahrscheinlichkeitsdichte berechnet:

    Wahrscheinlichkeit: Mit welcher Wahrscheinlichkeit tritt ein Ereignis aus der Anzahl möglichen Ereignisse ein?
    Der Wahrscheinlichkeitsbegriff kann in eine objektive und subjektive Wahrscheinlichkeit separiert werden:

      • Objektiv: Die Wahrscheinlichkeit mit einem Würfel eine 6 zu werfen, beträgt 1:6.
      • Subjektiv: Wahrscheinlich werde ich heute Abend ins Kino gehen!

    Im ersten Beispiel ist der objektive Charakter deutlich erkennbar und im zweiten Beispiel, der subjektive durch die “Alltagsaussage /-annahme” ebenfalls.

    Wahrscheinlichkeit: Vertrauens- und Irrtumwahrscheinlichkeit

    Weibull-Verteilung:

    Lebensdauerverteilungen lassen sich die Weibullverteilung darstellen, mehr dazu hier...!

    Wertdefinitionen:

    Istwert (actual value): Ermittlungsergebnis eines quantitativen Merkmals.

    Sollwert (desired value): Wert eines quantitativen Merkmals, von dem die Istwerte dieses Merkmals so wenig wie möglich abweichen sollen (siehe Toleranzbereich).

    Richtwert (standard value): Wert eines quantitativen Merkmals, dessen Einhaltung durch die Istwerte empfohlen wird, ohne dass Grenzwerte vorgegeben sind.

    Grenzwert (limiting value): Mindestwert oder Höchstwert.

    Mindestwert (lower limiting value): Kleinster zugelassener Wert eines quantitativen Merkmals.

    Höchstwert (upper limiting value): Größter zugelassener Wert eines quantitativen Merkmals.

    Wiederholpräzision (repeatability, wirhin-run precision):

    Die Wiederholpräzision ist die Bezeichnung für das Ausmaß der gegenseitigen Annäherung der Prüfergebnisse unter Wiederholbedingungen.

    Wiederholbedingungen:

    Bei der Gewinnung von unabhängigen Prüfergebnissen gelten folgende Bedingungen: festgelegte Prüfmethode, identisches Objekt (Material), der gleiche Prüfer (Beobachter), die gleiche Prüfausstattung (Geräte) und der gleiche Ort (Labor).

    Wiederkehrende Prüfung:

    Qualitätsprüfung nach für die Wiederkehr vorgegebenen Regeln in einer Folge von vorgesehenen Qualitätsprüfungen an derselben Einheit (Lot, Charge).

    Wiederholungsprüfung:

    Qualitätsprüfung nach unerwünschtem Ergebnis der vorausgegangenen in einer Folge von zugelassenen Qualitätsprüfungen an derselben Einheit (Lot, Charge).

    Wölbung:

    Siehe Abweichung von der Normalverteilung.

    X

    Y

    Z

    Zurück...

    Zurück...

    Zurück...

    Z-Normierung:

    Oft besteht die Notwendigkeit Merkmalswerte (Merkmalsausprägungen) zur besseren Beurteilung oder für statistische Verfahren derart zu normieren, dass der Mittelwert den Wert 0 und die Standardabweichung den Wert 1 annimmt. Diese Standardisierung oder Z-Normierung wird über folgende Formel durchgeführt:

    Zahlen, Das Gesetz der Großen - :

    Das Gesetz der Großen Zahlen wird am Beispiel des arithmetischen Mittels dargestellt:

     = 1/n (X1 + ... + Xn)

     ist der durchschnittliche Wert von X, des Merkmals, bei n (= Anzahl) Versuchen. Nach der “Versuchsdurchführung” liegt die Realisierung, also der Wert (die Merkmalsausprägung), vor:

    X Wirkstoffgehalt

    xWert, Ausprägung

    X1

    x1 = 96,4 %

    X2

    x2 = 96,7 %

    X3

    x3 = 96,5 %

    X4

    x4 = 96,3 %

    X5

    x5 = 96,8 %

    X6

    x6 = 96,6 %

    Xn

    xn = ...........

    Dabei wird folgende Annahme gemacht:
    X1, ... Xn sind unabhängig und bezüglich ihrer Verteilung identische Zufallsvariablen von X.
    n ist der Zufallsstichprobenumfang, kurz die Anzahl der Realisierungen.
    Trifft diese Annahme zu, wird von einer unabhängige und identische Wiederholung gesprochen.

    Strebt nun n -> , oder wird zumindest sehr groß, strebt der Erwartungswert des Mittelwerts

    E(n) = und die Varianz gegen 0.

    Einfach ausgedrückt, bedeutet dies, dass mit einer hohen Anzahl von Werten, die Schätzung des Mittelwerts der Merkmalausprägung und und die dazugehörige Standardabweichung immer besser wird. Je mehr Ereignisse, desto näher an den Erwartungswert!

    In diesem Beispiel sagt das Gesetz der großen Zahlen aus, dass mit dem Streben von n -> die Wahrscheinlichkeit P für -> gegen 1 strebt (konvergiert):

    c: Parameter > 0

    Zeitreihenanalyse siehe hier!

    Zwischenprüfung :

    Qualitätsprüfung während der Realisierung einer Einheit (Lot, Charge).

    Zufällige Abweichung (random deviation, random error):

    Zufällige Abweichungen weisen bei definierter Vorgehensweise (z. B. gleiche Prüfmethode) ein zufälliges Ausmaß und Vorzeichen auf. Bei quantitativen Merkmalswerten ist die zufällige Abweichung, unter Berücksichtigung der vorangemachten Ausage, gleich der Differenz aus Merkmalswert und richtigem bzw. wahrem Wert.

    Zufallsstichproben:

    Zufallsstichproben sind Teile einer Grundgesamtheit, die durch einen Auswahlprozess mit Zufallsprinzip aus dieser entnommen und stellvertretend, repräsentativ für die Grundgesamtheit sind (siehe Grundgesamtheit und Beispiel).

    Zufallsvariable:

    Die Zufallsvariable ist ein Grundbegriff der Statistik mit folgender Bedeutung: Der Wert einer Zufallsvariablen, z. B. ein Merkmalswert, wird bei der Durchführung eines Versuches ermittelt (siehe auch Zufallsvorgang).

    Je nach Art des Versuchs (Experiment, Beobachtung) sind die möglichen Werte der Zufallsvariablen ein einzelner Wert einer Größe (beim Messen), einer Zahl (beim Zählen), eine Ausprägung (bei der Bestimmung eines qualitativen Merkmals) usw. oder auch Paare, Tripel, Quadrupel, n-Tupel solcher Werte.

    Eine Zufallsvariable, die nur abzählbar viele Werte annehmen kann, heißt “diskrete Zufallsvariable”. Eine Zufallsvariable, die kontinuierliche Werte annehmen kann, heißt “kontinuierliche Zufallsvariable”.

    Zufallsvorgang:

    Bevor dieser Vorgang durchgeführt wird, ist es ungewiss, welches Ergebnis tatsächlich eintreten wird (siehe Zufallsvariable -> Durchführung eines Versuchs). Dieses Ergebnis wird mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eintreffen.

    Zuverlässigkeitsuntersuchungen:

    Zum Thema Zuverlässigkeitsuntersuchung (Lebensdauer-) siehe Weibullverteilung!


    Literaturstellen:               (Zurück...)

    Backhaus, Erichson, Plinke, Weiber, Multivariate Analysenmethoden, Springer Verlag
    Bühner, Markus, Einführung in Test- und Fragebogenkonstruktion, PEARSON Studium
    Burkschat, Cramer, Kamps, Beschreibende Statistik, Grundlegende Methoden, Springer-Verlag
    E. Cramer, K. Cramer, Kamps, Zuckschwerdt, Beschreibende Statistik, Interaktive Grafiken, Springer-Verlag
    DIN 55 350, Begriffe der Qualitätssicherung und Statistik
    Eckey, Kosfeld, Rengers, Multivariate Statistik, Gabler
    Günter Faes, SPC - Statistische Prozesskontrolle, BoD
    Günter Faes, Einführung in R, BoD
    Lothar Fahrmeir, Künstler, Pigeot, Tutz, Statistik, Springer-Verlag
    W. Funk, V. Dammann, G. Donnevert, Qualitätssicherung in der Analytischen Chemie, VCH
     G. W. Gottschalk, Auswertung quantitativer Analysenergebnisse,Analytiker Taschenbuch Band 1, Springer-Verlag
    Handl, Andreas, Multivariate Analysemethoden, Springer
    Kreis, Neuhaus, Einführung in die Zeitreihenanalyse, Springer
    Ligges, Uwe, Programmieren mit R, Springer-Verlag
    Montgomery, Douglas C. , Statistical Quality Control, Wiley
    Markus Oestreich, Oliver Romberg, Keine Panik vor Statistik, Vieweg + Teubner
    Helmut Pruscha, Statistische Methodenbuch, Springer
    Rinne, Mittag, Prozeßfähigkeitsmessung für die industrielle Praxis, Hanser
    Riedwyl, Ambühl, Statistische Auswertungen mit Regressionsprogrammen, Oldenbourg
    Deborah Rumsey, Übungsbuch Statistik für Dummies, Wiley
    Sachs, Angewandte Statistik, Springer-Verlag
    Schlittgen, Rainer,  Das Statistiklabor, Springer-Verlag
    Storm, Regina, Wahrscheinlichkeitsrechnung, mathematische Statistik und statistische Qualitätskontrolle, HANSER
     Timischl, Wolfgang, Qualitätssicherung, Hanser
    Toutenburg, Heumann, Induktive Statistik, Springer
    Guido Walz (Hg.), Lexikon der Statistik, Spektrum Akademischer Verlag
    Zöfel, Statistik verstehen, Addison-Wesley
     

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