| Lineare Gleichungen Eine Gerade in der xy-Ebene kann algebraisch durch eine Gleichung der Form a1x + a2y = b dargestellt werden. Eine derartige Gleichung wird linear mit den Variablen x und y genannt. Allgemein wird eine lineare Gleichung mit n Variablen, wobei n in den allermeisten Fällen Unbekannte sind, in
folgender Form dargestellt: a1x1 + a2x2 + ... + anxn = b a1, a2, ..., an und b sind reelle Konstanten Beispiele: x + 2y = 6 x1 + 3x2 - 2x3 + x4 = 9 Obige Beispiele sind linear. Lineare
Gleichungen enthalten keine Produkte oder Wurzeln ihrer Variablen und alle Unbekannten nur in ihrer 1. Potenz. Weiterhin gilt für die Unbekannten, dass sie nicht als Argumente in trigonometrischen, logarithmischen oder Exponentialfunktionen erscheinen. Folgende Gleichungen sind folglich nicht linear: x + 2y2 = 6 y - sin x = 0
Lineare Systeme: Lineares System ist die Kurzbezeichnung für ein lineares Gleichungssystem, welches aus einer endlichen Menge linearer Gleichungen mit den Variablen x1, x2, ..., xn besteht: a11x1 + a12x2 + ... + a1nxn = b1 a21x1 + a22x2 + ... + a2nxn = b2
: : : : am1x1 + am2x2 + ... + amnxn = bm x1, x2, ... xn: Variablen a11 bis amn und b1 bis bm: Konstanten
Die doppelte Indexierung der Konstanten in der allgemeinen Form aij erlaubt die eindeutige Zuordnung zur Variablen xn. Der Index i gibt die Zeile an (= Gleichung) und der Index j die Spalte (= die zugehörige Variable). Wird obiges lineare System in der Matrix-Form, indem “+”, “x” und “=” nicht mehr “hingeschrieben” werden, dargestellt, gelangen wir zur erweiterten Matrix: Erweitert deswegen, weil die Konstanten a (diese werden in Zukunft Koeffizienten genannt) und die Konstanten b in einer Matrix dargestellt werden.Matrix-Definition:
Eine Matrix ist ein rechteckiges Zahlenschema. Die Zahlen werden als Elemente der Matrix bezeichnet. | |